Informationen für Motorschirm-Piloten

Boll ist ein wunderschön gelegener UL-Flugplatz der motorschirmfreundlichsten Art, riesige Außenlandemöglichkeiten und nur wenige Dörfer, die man wirklich unter keinen Umständen überfliegen darf und die man beim zur Verfügung stehenden Platz auch ganz einfach umfliegen kann. Boll liegt zehn Kilometer nördlich von Stockach am Bodensee und fünf Kilometer südwestlich von Meßkirch und ist auf der ICAO Karte zu finden, 8km östlich von Neuhausen ob Eck.

Der Platz ist PPR, d.h. vor Ankunft ist Rücksprache mit dem Eigentümer Otmar Rebholz zu halten. Das ist sowieso angebracht, da man über seinen Grundbesitz zum Platz fährt.

Die Startbahn selbst benutze ich praktisch nie, da nebendran genügend große Landeflächen vorhanden sind und ich dort mit meinem Geraffel den Flugbetrieb nicht so stark störe. Auch ist es bei Seitenwind wesentlich einfacher, auf der Kuppe neben der Bahn zu landen und so einen Einflug ins Lee beim Tower zu vermeiden.

Am Wochenende ab Freitagabend ist UL-Flugbetrieb und somit wird Funk notwendig, ist auch besser so: wir können unsere Anwesenheit in der Platzrunde rechtzeitig kundtun oder verschwinden, wenn mal ein richtig schneller Kollege vorbeikommt. Da hilft natürlich vorheriges persönliches Kennenlernen enorm, weil man dann weiß, wer da im Cockpit sitzt und was der so treibt und wann der wohl wiederkommt...

Wichtige Details für Moschiflieger:
- Anflugkarte lesen und Platzrunde einprägen, es gibt nur die nördliche/westliche Runde. Wenn der Wind dreht, fliegen wir dieselbe Runde eben andersrum, d.h. NIE über die Stromleitungen oder das Tal.

- Platzrundenhöhe 150m, ideal für Moschis, aus alten Zeiten als Neuhausen ob Eck noch Militärbetrieb hatte. Platzrunde so eng wie sinnvoll möglich fliegen. Im Endteil die Startbahnachse möglichst nicht überfliegen, falls doch mal ein UL kommen sollte.

- Nach dem Start nach Westen rausfliegen, dort 150m Höhe aufbauen und dann erst abfliegen.

- Funkfrequenz ist 120.975. Achtung: es gibt Kollegen, die an besonderen Tagen ohne Funk unterwegs sind. Otmar Rebholz weiß in solchen Fällen Bescheid, was nicht immer einfach ist, da er selbst nebenbei berufstätig ist. Freitag bis Sonntag hilft auch ein Anruf auf der Platzfrequenz weiter. Der Tower heißt "Sauldorf Start" und wer fragt und warten kann, dem wird geholfen.


- Campen geht auch, Platz vorhanden (Otmar Rebholz fragen)

 

Am Besten fahrt Ihr einfach mal am Freitagabend vorbei und bringt das Gerät für ein paar Runden mit, dann geht der Rest wie von selbst.